Can’t get no sleep …

… es ist ja doch berührend, wie sau schnell die Zeit vergeht. Nicht so eine Woche oder ein Nachmittag, nein, sondern ein Leben. Oder zumindest ein halbes.

Wobei, welche Hälfte eines Lebens vergeht schneller? Ich hoffe, ich habe erst knapp die erste Hälfte erlebt (mutiger Ansatz), die war weg wie nix. hm …

Gedanken, die einen nicht schneller einschlafen lassen. Beruhigend, nein, aufbauend finde ich übrigens, was viele Menschen so erleben und machen, „im Alter“. Die sind dann gar nicht so alt wie andere Menschen, die (biologisch) jung sind. Die sind vor allem viel in der Natur, sind geerdet, hat man früher so schön gesagt. Leben mit Tieren, haben einen sehr geraden Zugang zu den wesentlichen Dingen des Lebens.

Ich finde ja, dass wir Menschen in Großstädten nicht artgerecht gehalten werden. Großstädte sind Legebatterien des Kapitalismus. Jetzt wissen wir ja, dass Legebatterien nicht so toll sind, und der Kapitalismus als solches auch ein paar Defizite hat. Und was machen wir? Pferchen uns auf ein paar Quadratmetern ein und nennen das dann smart cities. Und der Hund kackt dann links unten, ganz smart mit „Beisskorb“, der Mensch kackt außerhalb der Stechuhr, und der Rest wird smart verwaltet von den Schöpfern immer neuer Energie-Ressourcen.

Ah, das war jetzt ein weiter Bogen. Also, wir Menschen können nicht artgerecht gehalten werden in Cities, finde ich. Die werden auch nicht smarter, nur weil wir Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach haben. Wenn ein Huhn bessere Eier legt, weil es im Freiland watscheln darf – ja, warum soll das denn für uns Menschen nicht auch gut sein, wenn wir wieder Bodenhaltung erleben dürfen?

Und was die Energie anbelangt: es geht so unendlich viel Energie verloren in den Städten, einfach nur so oder weil man sie braucht, um smart mithalten zu können. Mit zu leben. Smart im Stau stehen. Smart transportiert werden (in rollenden Legebatterien). Unsere Tiere, das war ja der dritte Aspekt des Bogens, die degenerieren wir selbst. Und wundern uns über – hm – Verhaltens-Explosionen von Hunden, zum Beispiel.

Neulich war ich in einer Kleinstadt, „Kaff“ würde man wohl sagen, als smarter Bewohner einer schicken Legebatterie. Schön war das. Es war still. Du hast Sterne gesehen. Du kannst auch arbeiten in so einer Bodenhaltung, das ist ganz erstaunlich. Und Du gibst Deine Energie nicht so unnötig aus. Das Wesentliche wird wichtiger, wenn man als Mensch artgerecht leben will. Du bekommst Zeit dafür, plötzlich,

Was das Wesentliche ist? Das ist eine gute Frage. Nicht im Stau stehen. Zeit haben, darüber nachzudenken, was wesentlich ist, das finde ich nicht unwesentlich. Darüber würde ich gerne nachdenken, in der 2. Hälfte meines Lebens. Und zwischendurch ein paar Stunden schlafen, warum nicht.

 

 

 

 

 

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Über DerJoerg

Beobachtungen zu den Themen Marke, Kommunikation, Leben
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2 Antworten zu Can’t get no sleep …

  1. Marion schreibt:

    Über die „ungerechte Arthaltung“ denke ich nach, seit unser Sohn geboren ist. Und seit ich ein großes Beet in Simmering mein eignen nennen darf, weiß ich (als ehemaliges Landei) wieder, was „geerdet sein“ wirklich bedeutet. – Danke für deine Gedanken dazu.
    Liebe Grüße
    Marion

    • DerJoerg schreibt:

      Hallo Marion, vielen Dank für Deinen Kommentar – entschuldige bitte meine späte Reaktion, einige nicht-artgerechte Geschehnisse habe mich von meinem Blog abgelenkt. Ich hoffe, Du kannst eurem Sohn (und Dir) Freude am Landei-Sein vermitteln. Schön, wenn meine Worte eure Gedanken treffen.
      Alles Liebe,
      Jörg

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